Bochumer im Landesvorstand

21.04.07 | Rubrik: Vereinsleben

Der DMB-Landesverband NRW hat einen neuen 1. Vorsitzenden. Die Delegiertenversammlung wählte heute den 61-jährigen Bernhard von Grünberg (Bonn) zu ihrem neuen Chef. Neu im 14-köpfigen Landesvorstand ist der Bochumer Geschäftsführer Michael Wenzel (47).

Mit 282 Stimmen erzielte Wenzel sogar das beste Ergebnis von den 5 neu gewählten Beisitzern. Das ist keineswegs selbstverständlich wenn man bedenkt, dass der Mieterverein Bochum – wie auch Dortmund und Witten – den Landesverband 1999 nach langem Streit um die Verbandspolitik verlassen hatte und erst Anfang des Jahres zurückgekehrt war.

 

Der Streit mit Bochum/Dortmund/Witten war keineswegs die einzige Baustelle im Landesverband NRW. Austrittsdrohungen gab es auch bei Mietervereinen in Hagen, Duisburg und Wuppertal. Inzwischen konnte aber mit allen Kontrahenten Einigungen erzielt werden, wie Hans Klose, der scheidende 1. Vorsitzende, in seinem Geschäftsbericht betonte.

 

In Duisburg, Dortmund und Essen wurden dabei sogar neue Vereine in den Verband aufgenommen, der damit jetzt Mitglieder hat. Und auch das Zusammenwachsen der bis vor wenigen Jahren getrennten Verbände Rheinland und NRW scheint inzwischen vollendet.

 

So ist denn der neue Vorstand ein „Integrationsvorstand“, in dem alle Unzufriedenen der letzten Jahre einen Posten erhielten – und damit die Möglichkeit, auf die künftige Arbeit des Verbandes direkt Einfluss zu nehmen.

 

Spannend war die Wahl, weil es erstmals bei einigen Positionen Kampfkandidaturen gab. Walter Goch, der den NRW-Verband in den 80er und 90er Jahren führte, dann aber in die Geschäftsführung gewechselt war, trat nach seiner umstrittenen Entlassung gegen von Grünberg und als Beisitzer an, scheiterte aber.

 

Keinerlei Kontroversen gab es dagegen um Inhalte: Alle zehn Anträge zu wohnungspolitischen oder organisatorischen Fragen wurden einstimmig angenommen. So fordern die Delegierten, die LEG nicht zu verkaufen, kommunale Wohnungsunternehmen zu stärken, eine Strategie gegen die Praktiken der IMMEO zu entwickeln und keine Wohnungen mehr an den Umwandlungsspekulanten Häusser-Bau (Bochum) zu verkaufen.

 

Überhaupt war der Verband nach den zahlreichen Querelen der vergangenen Jahre sichtlich bemüht, Geschlossenheit zu demonstrieren. Ob die hält, müssen die nächsten Jahre zeigen.

 


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