Aus dem Arbeitskreis Verkehr - Nahverkehrsplan

23.06.09 | Rubrik: Lokale Agenda 21

Der Arbeitskreis Verkehr hat sich in den letzten Wochen intensiv mit dem Nahverkehrsplan (NVP) auseinandergesetzt und eine schriftliche Stellungnahme verfasst.

Die im NVP aufgeführten Qualitätsstandards werden gelobt, doch fehlten Aussagen, was passiert, wenn diese nicht erreicht werden sowie eine Zeitschiene zu ihrer Umsetzung.

 

Der Arbeitskreis begrüßt die BOGESTRA-interne Vereinbarung, Fensterflächen im Fahrgastraum von Bussen und Bahnen nur zu maximal 30 Prozent mit Lochfolie zu belegen. Er regt an, diesen Punkt auch in den NVP als Qualitätskriterium selbst aufzunehmen. Der Sichtbereich sollte unbedingt frei gehalten werden, um so einer Verdunkelung vorzubeugen und eine freie Sicht nach draußen zu ermöglichen. Eingestellt werden sollte die seit neustem zu beobachtende Verwendung von milchiger Folie, die das Hinaussehen unmöglich macht. Zu wünschen wäre auch, dass auf Fahrzeugwerbung zugunsten eines eindeutigen Corporate Design der BOGESTRA komplett verzichtet werden könnte.

 

Die Mindestausstattung einer Haltestelle sollte ergänzt werden durch einen Fahrgastunterstand mit Windschutz, einer Sitzbank und einer Bautiefe, die einen wind- und wettergeschützten Unterstand ermöglicht. Die neu installierten Wartehäuschen entlang der sich im Ausbau befindenden Linie 306 werden beispielsweise als zum Teil viel zu schmal empfunden. Diese Ausrüstung sollte mittelfristig an allen Haltestellen umgesetzt werden. Der Einbau von Bänken sollte dem Bedarf älterer Menschen entsprechend mit einer ausreichenden Sitzhöhe erfolgen. Langfristig ist eine Ausrüstung aller Haltestellen mit einer dynamischen Anzeige der Ankunftszeiten der dort verkehrenden Linien zu wünschen.

 

Alle Ausgänge der unterirdischen Stationen / U-Bahn-Haltestellen sollten mittelfristig mit einer Anzeigetafel der Abfahrzeiten ausgestattet werden. Eine Abfahrt von Bussen und Bahnen vor der regulären Abfahrzeit ist grundsätzlich abzulehnen. Eine 60-Minuten-Taktdichte bei nachfrageschwachen Linien sei nicht akzeptabel. Eine Taktverdichtung würde zu einer stärkeren Nutzung / Nachfrage führen (z.B. Linie 388 im 30-Minuten-Takt)

 

Schließlich würde sich die Arbeitsgruppe wünschen, die Gewährleistung einer Anschluss-Garantie weiter auszubauen.


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