Klimaschutzaktivitäten der Stadt Bochum bringen "Gold" beim European Energy Award

18.12.09 | Rubrik: Lokale Agenda 21

Bochum wurde jüngst erneut mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Damit konnte man die Bemühungen zum Klimaschutz erneut stärken. Vor drei Jahren wurde Bochum der Preis erstmals in der Silber-Kategorie verliehen. Diesen Erfolg konnte man nun in einer erneuten Zertifizierung bestätigen und sogar steigern.

Ausschlaggebend für den Erfolg sind Energiesparmaßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern der Stadtverwaltung und der Beteiligungsgesellschaften. Beispielhaft sind der Ökostrombezug, die energetische Gebäudesanierung und die Förderung von energetischen Vorhaben beim Wohnbaulandkonzept. Durch Beschlüsse zur CO2-Reduzierung im städtischen Fuhrpark sowie durch den Beschluss zur Umsetzung des neuen "Klimaschutz- und Energiekonzeptes 2020" stieg Bochum in den Kreis der europäischen Gold-Kommunen auf.

 

 

In einem standardisierten Verfahren wurde untersucht, ob das Leitbild der Stadt auf Ressourcenschonung ausgerichtet ist, ob die Stadt bereits bei der Beschaffung aufs Energiesparen achtet und ob erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Zahlreiche Maßnahmen aus den Handlungsfeldern Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation nahmen die Prüfer unter die Lupe.

 

 

Ein konkretes Beispiel für die Maßnahmen zum Klimaschutz ist die Zentraldeponie Kornharpen. Seit Juli 2009 werden auf der ehemaligen Deponie für Siedlungsabfälle und Inertstoffe keine Abfälle mehr abgelagert. Bei Überlegungen zu möglichen Folgenutzungen für die Deponiefläche wurde durch den Umweltservice Bochum untersucht, ob auf den südlichen Hangflächen eine Photovoltaikanlage errichtet werden kann. Hierzu wurde ein Testfeld gebaut und über einen Zeitraum von ca. einem Jahr die Setzungen und Verschiebungen der Fundamente beobachtet. Die aufgeständerte Konstruktion der Photovoltaikelemente ist derart ausgebildet, dass auftretende Setzungen ausgeglichen werden können. In einer ersten Ausbaustufe (Inbetriebnahme 2010) ist die Installation von Solarmodulen auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern mit einer Leistung bis zu von 500 Kilowatt in der Spitze vorgesehen. Der erzeugte Strom wird in das Netz der Stadtwerke Bochum eingespeist.

 


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