Strategiekonzept "Roter Faden" der Bochum-Agenda 21: Eine-Welt bildet einen Schwerpunkt
19.12.09 | Rubrik: Lokale Agenda 21
Mit dem kürzlich vom Agenda 21-Beirat beschlossenen "Roten Faden" wird die Ausrichtung der Bochum-Agenda 21 für die nächsten Jahre definiert.
In ihrem mehr als zehnjährigen Bestehen hat die Bochum-Agenda 21 bestimmte Schwerpunkte herausgebildet. So sorgen in Bochum viele entwicklungs- und humanitär ausgerichtete Vereine und Initiativen mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement für einen lokalen Beitrag zu einer globalen nachhaltigen Entwicklung. Das geschieht mit konkreten Projekten genauso wie mit Hilfsprojekten, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Behandlung des Nord-Süd-Verhältnisses wird als Querschnittsaufgabe angesehen. In Bochum werden ökologische, ökonomische und soziale Probleme in "Entwicklungsländern" aufgegriffen und die Ursachen aufgezeigt, die im Lebens- und Produktionsstil der Industrieländer begründet sind. Man lädt zum konkreten Dialog, Austausch und kultureller Begegnung, indem Betroffene, Experten und Künstler aus den armen Ländern des Südens eingeladen werden. Mit hier lebenden Migranten wird zusammengearbeitet und gemeinsam nachhaltige Entwicklung hier und im "Süden" thematisiert. Mit Verbrauchern und Institutionen wird der "Faire Handel" gestärkt und weiter verbreitet. Zudem setzt sich die Agenda-Bewegung für eine "faires Beschaffungswesen" in der Stadtverwaltung ein.
