Strategiepapier der Bochum-Agenda 21: Ökologie, Ökonomie und Soziales

21.12.09 | Rubrik: Lokale Agenda 21

Im Bereich der Ökologie bleibt das Hauptziel der Bochum-Agenda 21, das Klimaschutzkonzept der Stadt Bochum umzusetzen.

Damit verbunden ist das Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadtwerke Bochum und die "Strategische Umweltplanung" StrUP der Ruhr-Universität Bochum. StrUP berücksichtigt auch einige der Indikatoren des Indikatoren-Sets der Bochum-Agenda 21. Hier soll noch ein detaillierter Abgleich und eine Ausweitung erfolgen.

 

 

Das Strategiepapier strebt eine Höherstufung der Stadt im Verfahren der European Energy Award an sowie die Schaffung eines gemeinsamen "Interessenpools". Ziele müssen durch den Agenda-Beirat diskutiert und in die parlamentarischen Gremien weitergereicht werden. Ansätze zur klimaschonenden Mobilität sollen verstärkt gefördert und in Abstimmung mit den Agenda 21-Akteuren entsprechende Projekte umgesetzt werden.

 

 

Im Bereich der Aktivitäten im Naturschutz weist die Bochum-Agenda 21 bisher ein Defizit auf. Einzelne Teilaspekte werden aber in der Strategischen Umweltplanung aufgegriffen. Hier wird empfohlen, durch den Beirat im Bereich des Flächenmanagement und Flächenrecycling aktivierend tätig werden.

 

 

Im Bereich der Wirtschaft bestehen zurzeit fast ausschließlich Aktivitäten durch die gute Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft. In dieser Zusammenarbeit ist der "Handwerksführer" entstanden. Bezüglich der IHK soll ein erneuter Versuch unternommen werden, diese zur Mitarbeit zu gewinnen. Verstärkte Aktivitäten im Bereich Ökonomie, wie z.B. eine Ausweitung des Bochumer Nachhaltigkeits-Check sind bisher nicht gelungen. Insgesamt soll versucht werden, die Agenda-Säule der Wirtschaft wieder zu stärken.

 

 

Auch im Bereich "Soziales" gibt das Agenda-Leitbild die Grundlagen vor. Schwerpunkte sind Fortführung und Stärkung von Ansätzen globaler Gerechtigkeit, die Etablierung eines Fairen Beschaffungswesens im Einflussbereich der Verwaltung sowie die demographischen Bausteine der Bochumer Gesellschaft auf der Ebene des Sozialberichts 2008.

 

 

Auf Basis des Bochumer Indikatoren-Sets hat das ZEFIR-Institut der Uni Bochum das Kooperationsmodell BOKOS entworfen. Kleinräumig sind hier detaillierte Aussagen zu sozialräumlichen Merkmal möglich.

 

 

Für den Beirat werden Stellungnahmen zum Bau neuer Stadtquartiere (Q100), zum Umbau alturbaner Strukturen (Stadtumbau West, Soziale Stadt), zum Mehrgenerationenwohnen und zu Migranten-Thematik als empfohlen. Im Rahmen des Stadterneuerungsprozesses wird gewünscht, dass der Beirat frühzeitig eingebunden wird.


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