Strategiepapier der Bochum-Agenda 21: Projektförderung und Controlling
24.02.10 | Rubrik: Lokale Agenda 21
Im Oktober 2009 hat der Agenda 21-Beirat das Strategiekonzept "Roter Faden" für die Bochum-Agenda 21 beschlossen: Wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Bochum-Agenda 21 ist die Förderung von Projekten, die sich mit Nachhaltigkeitsthemen befassen.
Bisher konnte rund 260 Projekte entweder finanziell gefördert oder durch Agenda 21-Aktive selbst in Angriff genommen werden. Initiiert wurden u.a. das Klimaschutzkonzept und das Indikatoren-Set.
Ein Faires Beschaffungswesen und Fragen der Bürgerbeteiligung sollen auch in Zukunft wichtige Themen bleiben. Die Projektförderung wird mit mehr als der Hälfte dominiert vom Eine-Welt-Bereich, der in Bochum besonders aktiv ist. Neben den Kontakten zu Mittelamerika und Afrika sollen die bestehenden Themen vertieft und neue Felder erschlossen werden. Die Information über die Eine-Welt-Aktivitäten sollen noch stärker kommuniziert werden.
Der Kontakt zur Partnerstadt Donezk konnte durch die Agenda-Förderung vertieft werden. Dieser Dialog soll weiter ausgebaut werden - auch mit den anderen Partnerstädten.
In Zeiten knapper Kassen soll noch mehr Wert auf ein verstärktes Controlling gelegt werden. Insbesondere bei geförderten Projekten sollte der Agenda 21-Bezug noch eindeutiger als bisher im Mittelpunkt stehen. Eine entsprechende Überarbeitung der Vergaberichtlinien hat bereits stattgefunden. Geförderte Projekte sollen verstärkt im Beirat vorgestellt werden.
Der Beirat sollte empfehlen, dass die Stadt Bochum einen regelmäßigen Nachhaltigkeitsbericht erstellt, der sich durch eine bürgerfreundliche Aufbereitung der Daten auszeichnet. Im Bericht sollten Entwicklungsziele formuliert sein, die als Anregungen in die Kommunalpolitik eingespeist werden.
Der Beirat hat ein Indikatoren-Set verabschiedet, dass durch die Agenda 21-Aktiven erarbeitet wurde und in das BOKOS-Projekt der Stadt eingeflossen ist. Agenda-Aktive und Indikatoren sind auch beteiligt an der Strategischen Umweltplanung.
Wünschenswert wäre es, wenn die Anregungen des Agenda 21-Beirats möglichst zeitnah in den politischen Gremien behandelt werden. Bisher hatte das Gremium nicht immer diese Erfahrung gemacht.
