VBW will Ruhr-Lippe Wohnungen
19.06.08 | Rubrik: Lokales
Die zu rund 56 % im Besitz der Stadt Bochum befindliche VBW hat nach wie vor reges Interesse an den 1300 Wohnungen der LEG-Tochter Ruhr-Lippe - und hofft, sie noch in diesem Jahr von LEG-Käufer Whitehall übernehmen zu können.
Die 1300 Wohnungen lägen überwiegend in unmittelbarer Nähe von eigenen Beständen, sagte VBW-Geschäftsführer Dieter Krämer in einem Gespräch mit den RUHR-NACHRICHTEN. Die Bestände aus den 60er Jahren seien gut entwickelt, könnten gut in die Strategie der VBW eingebunden und sollten im Falle einer Übernahme langfristig gehalten werden.
Allerdings habe das extrem knappe Rennen zwischen Whitehall und der Deutschen Annington im Bieterverfahren den Preis auf über 700 € pro qm hochgetrieben. "Das ist nicht leicht zu stemmen", sagte Krämer. Die VBW gehörte mit zu einem Konsortium kommunaler Wohnungsunternehmen, dass in diesem Verfahren auf einen Teil der LEG-Wohnungen mitgeboten hatte, aber nicht zum Zuge gekommen war, weil die Landesregierung alle 93.000 LEG-Wohnungen in einem Paket verkaufen wollte.
Zwar wird die VBW nicht direkt mit Whitehall verhandeln - das tun die Kollegen aus Köln für das ganze Konsortium. Dennoch macht man sich in Bochum Hoffnungen, die 1300 Wohnungen noch in diesem Jahr übernehmen zu können. Kommt es zum Kauf, wäre die überraschende Verliererin des Mieterverfahrens, die Deutsche Annington, wieder mit im Boot. Sie hält gut 14 % der VBW-Anteile.
Für die Mieter wäre der Kauf eine gute Nachricht. Die VBW gibt 20 bis 30 € pro qm und Jahr für Instandhaltung und Modernisierung des Bestandes aus. Whitehall ist laut Kaufvertrag nur zu 12 € verpflichtet.
