Hartz IV macht Kinder arm

11.08.06 | Rubrik: Soziales

In den letzten Jahren hat sich die Kinderarmut in Deutschland verdoppelt. 2,5 Mio. Kinder leben jetzt unterhalb der Armutsgrenze, 540.000 davon allein in NRW. Als Ursache nennen die großen Wohlfahrtsverbände Hartz IV.

Beim Arbeitslosengeld II werden die Kosten für ein Kind nur noch mit 206 € veranschlagt. Die tatsächlich notwendigen Ausgaben liegen - so hat das statistische Bundesamt ermittelt - dagegen bei 570 € pro Kind. Darauf haben gestern der Kinderschutzbund, die Arbeiterwohlfahrt und der Paritätische Wohlfahrtsverband aufmerksam gemacht.

 

Das vorgesehene Elterngeld werde die Probleme nicht lösen, sondern die Kluft zwischen armen und reichen Familien noch vergrößern, warnen die Verbände. Sie fordern dagegen eine garantierte Grundversorgung in Höhe von 300 € pro Kind.


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