Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer

22.10.08 | Rubrik: Soziales

Eine OECD-Studie bringt es an den Tag: Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in Deutschland größer als in anderen Ländern - und sie ist in den letzten Jahren auch stärker gewachsen als anderswo.

 

2005 lebten nach der OECD-Untersuchung 10,5 bis 11 Prozent der Bevölkerung in Deutschland unterhalb der Armutsschwelle. Damit liegt Deutschland jetzt leicht über dem OECD-Durchschnitt. Anfang der 90er Jahre war die deutsche Armutsquote noch rund ein Viertel geringer als der OECD-Durchschnitt. Der Anteil der Bürger in einem Haushalt ohne Erwerbseinkommen stieg von 15 auf über 19 Prozent - und brachte Deutschland damit einen unrühnlichen Spitzenplatz unter den 30 OECD-Ländern.

 

Nach der Studie, die den Titel "Mehr Ungleichheit trotz Wachstum" trägt, gehört Deutschland zusammen mit Tschechien, Kanada und Neuseeland auch zu denjenigen Ländern, in denen die Kinderarmut am stärksten wächst. 16 % aller Kinder leben hierzulande in armen Haushalten.

 

Als Hauptursachen wurden gestiegene Arbeitslosigkeit, stagnierende Löhne und der wachsende Anteil an Single-Haushalten und Familien mit nur einem Elternteil genannt.


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