Wohnungsbau bricht ein
20.06.07 | Rubrik: Wohnungspolitik
Die Zahl der Baugenehmigungen ist im ersten Quartal 2007 im Vergleich zum Vorjahr regelrecht eingebrochen - um fast 50 %. Der Bau von Mehrfamilienhäusern ging um rund 25 % zurüch, der von Ein- und Zweifamilienhäusern gar um rund 60 %.
Als Ursache wurde vor allem der Wegfall der Eigenheimzulage genannt. Der Deutsche Mieterbund hat die Zahlen als alarmierend bezeichnet, aber eher die anhaltenden Diskussionen und die Rahmenbedingen für den Wohnungsbau dafür verantwortlich gemacht.
„Die Politik muss gegensteuern", erklärte DMP-Präsident Franz-Georg Rips. "Sie muss Rechts- und Planungssicherheit für potenzielle Investoren schaffen. Die Diskussion und Spekulation um neue oder wieder zu ändernde Rahmenbedingungen muss beendet werden.“
Der Mieterbund forderte eindeutige Klarstellungen in fünf Punkten:
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Die Eigenheimzulage bleibt abgeschafft. Es wird keine Ersatzregelung für diese Gießkannen-Subvention geben.
Die Korrekturen und Neuregelungen zur Pendlerpauschale werden nicht rückgängig gemacht.
Die Entscheidung über die Einbeziehung von selbst genutzten und vermieteten Wohnimmobilien in die Altersvorsorge (Riester) muss gefällt werden.
Die Diskussion um Änderungen der Grund- und Erbschaftsteuer muss abgeschlossen werden.
Die Bundesländer müssen für die soziale Wohnraumförderung finanzielle Mittel zumindest in der Höhe zur Verfügung stellen, wie sie Bundesmittel zugewiesen bekommen.
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„Wohnungsbau lohnt sich“, sagte der Mieterbund-Präsident. „Insbesondere im Mietwohnungsbau ist in den letzten Jahren der Bedarf spürbar gestiegen. Wir brauchen jährlich etwa 100.000 neue Mietwohnungen. Diese Zahl wird aber schon seit dem Jahr 2000 nicht mehr erreicht. Allein aus dieser Zeit fehlen heute deshalb 150.000 Wohnungen.“
