Ponte Courage
Anläßlich der interkulturellen Woche von 22. bis 28. September fand auf dem Dr.-Ruer-Platz in der Bochumer Innenstadt das Projekt Ponte Courage statt. Im Zentrum steht ein von Schülern unter Anleitung eines bildenden Künstlers gebautes Boot. Diese Boot stellt künstlerisch die Brücke zwischen den Kulturen dar. In fünf Workshops haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Kulturen Objekte produziert, die in Form der Rauminstallation des Bootes in Szene gesetzt werden.
| Das Brückenboot "Ponte Courage" am Agenda-Tag 2002 (Quelle: Niels Funke) |
Um das 6 Meter lange und 1,5 Meter breite Boot herum standen eine Vielzahl von Segel-Objekten, die von Kindern aus verschiedenen Materialien wie Metall, Holz, Stoff, und Farben gestaltet wurden. Teppiche, gewebt aus verschiedenen Plastiktüten, charakterisieren einen Bazar gemeinsamer Heimat. Ein Sound-Spiel orientalisch-europäischer Sprachen, Klängen, Geräuschen und Rhythmen war mehrmals täglich zu hören und regte zum Dialog an. Es wurde von Jugendlichen unter der Anleitung von Studiomusikern produziert. Im Innern des Bootes lasen Studenten Texte von verschiedenen Autoren zum Thema Fremdheit, erarbeitet mit Schülern. Projektionen und Filmausschnitte waren in den Abendstunden auf dem hochgezogenen Segeltuch des Bootes zu sehen. Live-Musik steuerte ein koreanischer Chor, Klezmer-Musik und Saz Improvisation bei. Nach Fertigstellung des Bootes und der Objekte folgte eine Bootstaufe und eine "Prozession" mit dem Boot und allen Beteiligten. Ponte Courage wird u.a. von der Bochum-Agenda 21 gefördert. Veranstalter sind IFAK e.V., RAA und VHS Bochum.
| Künstlerische Performance um das Brückenboot am Agenda-Fest 2002 (Quelle: Niels Funke) |
Das Brücken-Boot bildete auch das Zentrum des Agenda-Tages am 28. September 2002. Mit seiner imposanten Größe zog die Stahlkonstruktion besonders Kinder zum Klettern an und war Schauplatz eine Theaterstücks. Nach dem Agenda-Tag wurde das Boot nicht demontiert, sondern in einer Halle gelagert. Es soll weiterhin für Veranstaltungen genutzt werden. Es ist das besondere Anliegen des Künstlers, daß das Boot nicht in den "Besitz" von irgend jemanden übergeht. Statt dessen soll es der Allgemeinheit "gehören".
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