HWG verkauft über 500 Wohnungen
13.07.07 | Rubrik: Vermieter
Paukenschlag in Hattingen: Die HWG (Hattinger Wohnstätten Genossenschaft) gab heute bekannt, dass sie sich von allen Wohnungen außerhalb des Hattinger Stadtgebiets trennen will.
272 Wohnungen in Witten, 192 in Sprockhövel, 64 in Velbert, 18 in Bochum und 7 in Hagen - insgesamt 553 Wohnungen stehen auf der aktuellen Verkaufsliste der HWG. Die will sich nach dem Führungswechsel offenbar nicht nur auf alte Genossenschaftsgedanken und ihr Kerngeschäft zurückbesinnen, sondern auch auf ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet.
Der Verkauf soll en bloc an ein anderes Wohnungsunternehmen erfolgen, dass zudem eine Sozial-Chrata unterschreiben muss. Darin stehen:
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eine Begrenzung etwaiger Mieterhöhungen,
ein Verzicht auf Luxus-Sanierungen,
der Ausschluss von Eigenbedarfskündigungen,
ein lebenslanges Wohnrecht fürältere Mieter,
ein Bestandsschutz für Mietereinbauten.
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Als Verkaufserlös rechnet die HWG mit einem zweistelligen Millionenbetrag, der für die dringend erforderliche Instandhaltung der 4200 Hattinger Wohnungen des Unternehmens verwendet werden soll. Die sind zu 60 Prozent älter als 60 Jahre. Allein die jüngst in Angriff genommene Modernisierung der Südstadt wird 70 bis 80 Mio. € kosten.
Verkäufe auch Im Westenfeld
Doch auch auf Hattinger Stadtgebiet plant die HWG Verkäufe, und zwar im Ortsteil Winz-Baak. in der Straße "Im Westenfeld" sollen 40 Häuser mit 125 Wohnungen verkauft werden, aber nicht en bloc. "Ein Investor würde diese nicht sanierten Häuser nur abreißen und neu bauen", erklärte HWG-Chefin Erika Müller-Finkenstein. "Das wäre mit dem Schutz der Mieter dort nicht vereinbar."
Genau solche Pläne - abreißen und neu bauen - hatte ihr Vorgänger Burkhard Sibbe vor einigen Jahren, was im Viertel zu beträchtlicher Unruhe und inzwischen zu einer hohen Leerstandsquote führte. Müller-Finkenstein aber will die Häuser privatisieren, vorzugsweise an die Mieter, von denen etliche Interesse bekundet hätten. Genauere Details wurden heute nicht bekannt.
