Mieter zahlen 114 Mrd. Euro
06.04.06 | Rubrik: Vermieter
Rund 114.000.000.000 € jährlich zahlen Deutschland Mieterinnen und Mieter für ihre Wohnung. Das hat der Deutsche Mieterbund (DMB) ermittelt. Dagegen nehmen sich die von den Hauseigentümern beklagten Mietausfälle marginal aus.
Die Sau, die in den letzten 1, 2 Jahren durch immer mehr Dörfer (sprich: Medien) getrieben wird, heißt "Mietnomaden". Die ziehen irgendwo ein, zahlen keinen Pfennig bzw. Cent und hinterlassen, wenn sie wieder verschwinden, ein Trümmerfeld. Immer mehr Vermieter werden angeblich so in den Ruin getrieben. Der Zentralverband der Haus- und Grundeigentümervereine beziffert den Schaden durch Mietausfälle auf 2,2 Milliarden Euro jährlich.
Das wären nur 1,93 % der insgesamt bundesweit kassierten Mieten, kontert jetzt der DMB. Zieht man davon noch ab, was Mieter berechtigt an Miete mindern, weil ihre Wohnungen Mängel haben, bleiben nur noch rund 1,8 %.
Zum Vergleich: Im Sozialen Wohnungsbau ist ein sogenanntes "Mietausfallwagnis" Bestandteil der dort üblichen Kostenmiete. Es soll genau das Risiko abdecken, dass der Vermieter für bestimmte Wohnungen - weil sie leer stehen oder der Mieter nicht zahlt - eine Zeitlang keine Miete eintreiben kann. Es beträgt 2 %.
Die tatsächliche Mietausfallquote - auch im freinfinanzierten Wohnungsbau - ist offenbar niedriger.
