Zerschlagung der LEG vom Tisch?

26.06.08 | Rubrik: Vermieter

Der Geschäftsführer der landes-Entwicklungsgesellschaft (LEG), Ulrich Tappe, ist Gerüchten entgegen getreten, nach denen das gerade von der Landesregierung an den US-Fonds Whitehall verkaufte Unternehmen mit 93.000 Wohnungen kurz vor der Zerschlagung stehe.

 

Tappe schloss größere Verkäufe gegenüber der Presse gestern aus. Außerdem würden sämtliche 950 Mitarbeiter übernommen und erhielten einen 10-jährigen Kündigungsschutz. 2007 habe die LEG mit 33,3 Millionen Euro den bisher höchsten operativen Gewinn erzielt und 200 Millionen Euro Schulden abgebaut - die aber immer noch 2,24 Milliarden Euro betrügen. Auch der Name LEG bliebe erhalten.

 

Tappe kündigte aber moderate Anhebung der jetzt durchschnittlich bei 4,39 Euro pro qm liegenden Mieten an. Es werde aber einige Zeit ins Land gehen, bis durchschnittlich 5 Euro pro qm erreicht seien.

 

Der Deutsche Mieterbund (DMB) kritisierte angesichts dieser Zahlen erneut den Verkauf. Der LEG-Gewinn sei "erstaunlich gut" sagte DMB-Präsident Franz-Georg Rips: "Da stellt sich die Frage, ob der Verkauf sinnvoll war."

 

Rips monierte auch, dass die LEG nur noch 12,50 statt zuletzt 25 Euro pro qm und Jahr in die Wohnungen investieren werde. Tappe kündigte aber an, dass das bisherige Modernisierungsprogramm der LEG fortgesetzt werde.


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