Mieterforum Ruhr Nr.61 erschienen

Die neue Zeitung des Mietervereins Bochum „Mieterforum“ ist wenige Tage vor der Kommunalwahl erschienen. Diese ist auf unserer Homepage, in unseren Räumlichkeiten sowie Cafes & Gemeinschaftsräumlichkeiten kostenlos erhältlich.

Die Kommunalwahl ist ein Schwerpunkt dieser Ausgabe. Abgedruckt sind in der Zeitung Antworten der Parteien zu wohnungspolitische Vorschlägen des Mietervereins. Einer der Vorschläge betrifft die zuletzt häufiger kritisierte Geschäftspolitik der kommunalen VBW. Diese hat Auswirkungen u.a. auf die Vogelsiedlung aus den 50er Jahren. Aktuell überprüft die VBW, ob hier die Mietshäuser modernisiert oder gar abgerissen werden soll. Gegen der Verlust ihrer bisher preiswerten Wohnungen protestieren die Mieter*innen seit Mitte August.

Der Verlust preiswerten Wohnraums ist kein Einzelfall. Der Mieterverein Bochum nennt drei Beispiele dafür aus den letzten Jahrzehnten. Aktuell das leerstehenden Lohring Hochhaus, die ehemaligen Bediensteten Wohnungen am der JVA Krümmede sowie die für den Erweiterung der jetzt geschlossenen Firma Mönnighoff abgerissenen Wohnungen vor 20 Jahren.

In Wohnungen von Finanzinvestoren lebt es sich häufig noch schlechter. Seit Jahren Schlagzeilen macht die Dakota Investments und deren Wohnungsverwaltung Grand City Property, die viele Wohnungen im Unicenter vermieten. In einem der Häuser fiel wochenlang der Aufzug aus. Davon berichtet ein weiterer Artikel.

Diese und noch problematischer Instandhaltungsstau beschäftigt auch die Stadt. Mieterforum hat in dem Zusammenhang mit Holger Ernst vom Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster gesprochen, wie der städtische Umgang mit solchen Häusern aussieht.

Die Coronakrise beschäftigt die Politik weiterhin. Problematisiert wird im Artikel „Corona-Mieterschutz ausgelaufen“ das Ende dieser von der Bundesregierung erlassenen Regelung Ende Juni.

Erneut ist auch die Vonovia Thema, die ihren Sitz in Bochum hat. Das Unternehmen machte dieses Jahr ihre Hauptversammlung online. Die Kritischen Mieteraktionäre und der DMB organisierten erneut einen Gegenveranstaltung.

Online zu lesen ist die Zeitung hier.