VBW wird städtischer - Mieterverein vorsichtig optimistisch

11.12.2017 | Kategorie: Lokales, Neueste Meldungen

"Das könnte eine gute Nachricht werden", kommentiert der Mieterverein Bochum die Meldung, die Stadtwerke würden ihren Anteil an der VBW erhöhen.

"Wir fordern schon lange eine vollständige Kommunalisierung der VBW", sagt Vereinssprecher Aichard Hoffmann mit Blick auf den ALLBAU in Essen und die DOGEWO in Dortmund, beides 100-prozentige Stadttöchter. "Für die Mieter ist ein öffentliches Wohnungsunternehmen aber nur dann ein Vorteil, wenn daraus eine Politik folgt, die sich deutlich von der der profitorientierten Privatunternehmen unterscheidet."

Hier war der Mieterverein in den letzten Jahren nicht immer mit der VBW zufrieden. So erinnert Hoffmann daran, dass nicht nur die börsennotierte LEG, sondern auch die kommunalverbundene VBW versucht hat, Mieten an der Oberbrenze der Preisspanne des Mietspiegels zu kassieren, ohne dass es inhaltliche Gründe dafür gab: "Von einem  kommunalen Unternehmen erwarten wir nicht nur ein starkes Engagement im Sozialen Wohnungsbau, sondern auch eine zurückhaltende Mietenpolitik. Nur dann kann es das Korrektiv auf dem Wohnungsmarkt sein, dass wir angesichts des immer größeren Einflusses finanzmarktorientierter Immobilienunternehmen so dringend brauchen."

Das könne aber nur gelingen, wenn sich die kommunalen Anteilseigner Stadtwerke und Sparkasse - letztlich also die Stadt, die dann mehr als 80 % der Anteile an der VBW unter Kontrolle hätte - mit ihren Renditeerwartungen zurückhalten. "Wenn die Kämmerin in der VBW eine Quelle zum Stopfen von Haushaltslöchern sähe, wäre nichts gewonnen." Und immer noch ist die börsennotierte Vonovia, Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen und einziges im DAX, mit gut 14 Prozent zweitgrößter Anteilseigner der VBW. Hoffmann: "Wir wären nicht traurig, wenn sich das auch noch ändert."

Im Konsultaionsprozess zum Handlungskonzept Wohnen hatte der Mieterverein gefordert, die VBW nicht nur vollständig in kommunalen Besitz zu bringen, sondern auch auf ein gemeinnütziges Wirtschaften zu verpflichten. Beschlossen wurde dies vom Rat allerdings nicht.


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