Mietertipp: Der Herbst ist da

Der Sommer hat sich verabschiedet, die Bl├Ątter werden bunt. F├╝r viele Mieter beginnt die Zeit, in der sie zum Laubrechen greifen m├╝ssen. Die Regelungen hierzu k├Ânnen allerdings sehr verschieden sein.

Grunds├Ątzlich f├Ąllt das Reinigen von Stra├čen und Gehwegen in die Zust├Ąndigkeit der Kommune. ├ťblicherweise werden der Herbst- wie der Winterdienst zumindest auf den Gehwegen per Ortssatzung auf die Eigent├╝mer der angrenzenden Grundst├╝cke abgew├Ąlzt. Die Eigent├╝mer k├Ânnen diese Pflicht wiederum an ihre Mieter weitergeben.

Voraussetzung daf├╝r ist eine eindeutige Regelung im Mietvertrag. Das kann auch in der Hausordnung sein, wenn diese Bestandteil des Mietvertrages ist. Die Regelung muss gerecht sein und alle Mieter im Hause gleicherma├čen belasten.

Anders als bei Schnee und Eis gibt es beim Thema Laub – auch wenn es nass und daher rutschig ist – keine festgelegte Uhrzeit, bis zu der ein B├╝rgersteig gereinigt sein muss. Passanten haben keinen Ansruch darauf, bereits um 7 Uhr morgens einen gereinigten B├╝rgersteig vorzufinden. Sie m├╝ssen – das gilt auch f├╝r Radfahrer – damit rechnen, dass es im Herbst rutschig sein kann und entsprechend vorsichtig sein. Dennoch k├Ânnen auf Mieter, die ihrer R├Ąumpflicht nicht nachkommen, Schadensersatzforderungen zukommen, wenn jemand st├╝rzt.

Auch dar├╝ber, wie oft Laub gefegt werden muss, gibt es keine festen Regeln. Es kommt auf die Menge an. Unerheblich ist auch, ob das Laub von B├Ąumen f├Ąllt, die auf dem eigenen Grundst├╝ck, auf einem Nachbargrundst├╝ck oder im ├Âffentlichen Raum stehen.

Statt Laubrechen sind Laubbl├Ąser bzw. -sauger sehr beliebt geworden. Sie stehen allerdings zu Recht in der Kritik, da sie nicht nur Bl├Ątter wegpusten, sondern auch Kleinlebewesen, und dadurch erheblichen ├Âkologischen Schaden anrichten. Au├čerdem machen sie erheblichen L├Ąrm. Ihr Einsatz ist deshalb ausschlie├člich vormittags zwischen 9 und 13 sowie nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr erlaubt.

Als Alternative zur Handarbeit durch Mieter gibt es die ├ťbertragung der herbstlichen Pflichten auf bezahlte Dienstleister – Hausmeister etwa oder externe Firmen. In diesem Fall k├Ânnen die Kosten als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden. Auch dies muss allerdings im Mietvertrag ausdr├╝cklich so vereinbart sein.