Wohnungsmarktbericht NRW 2025: Kaltmieten steigen um 5,5 %
Der neue Wohnungsmarktbericht NRW ist erschienen. In diesem analysiert die NRW Bank Trends und Strukturen der nordrhein-westfälischen Wohnungsmärkte im ersten Halbjahr 2025. Demnach stiegen die Mieten weiter an. Mit 5,5 Prozent lag die Steigerung erheblich über der Inflation.
Um den Mietanstieg zu drosseln hat die Bundesbauministerin Stephanie Hubig (SPD) aktuell eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. So soll es Verbesserungen bei der Indexmiete und bei der Deckelung der Miethöhe in möblierten Wohnungen geben. Dies geht in die richtige Richtung, wird aber nicht ausreichen, sagt Hans-Jochem Witzke, der Vorsitzende des Mieterbunds NRW:
„Ein Anstieg der Mieten um 5,5 Prozent innerhalb eines Jahres zeigt, dass wir mitten in einer Wohnungskrise sind. Noch dramatischer ist der Anstieg der Nebenkosten, die in nur sechs Jahren um fast 50 Prozent teurer geworden sind. Ständig drastisch steigende Mieten und Nebenkosten sind für viele Menschen Armut auslösend und bringen selbst Haushalte mit mittleren Einkommen immer mehr in Bedrängnis. Die Gesamtmiete frisst einen immer größeren Teil des Einkommens und die Menschen sind zunehmend frustriert ob der Behäbigkeit der Politik. Wir haben nicht den Eindruck, dass die Dringlichkeit der Krise bei der Landesregierung angekommen ist. Sie muss mehr Geld für den öffentlichen und sozialen Wohnungsbau in die Hand nehmen und die Mieterschutzinstrumente ausweiten, sodass sie in mehr als 57 Städten und Gemeinden in NRW gelten.“.
Im Ruhrgebiet gelten die Mieterschutzinstrumente wie die Mietpreisbremse nur in Dortmund. Angespannt ist nach Ansicht der Mietervereine im Ruhrgebiet aber auch die Situation in fast allen anderen Kommunen.