Veranstaltung „Kommunale Wärmewende – Bleibt Heizen bezahlbar?“ am 24.6.
Das Bündnis „Wir wollen wohnen Bochum“ lädt am 24.Juni zu einer Informationsveranstaltung zur Wärmewende ein. In den kommenden Jahren werden die meisten Bochumer Häuser energetisch umgestellt; das bedeutet konkret bessere Dämmungen und neue Heizungen („Wärmewende“). Dies geht auf Vereinbarungen im Pariser Klimaschutzschutzabkommen zurück, ist aber auch aus Gründen der Bezahlbarkeit geboten.
Die Stadt Bochum hat dafür im Mai den Wärmeplan veröffentlicht, der angibt wo künftig Fernwärme verlegt sein wird. Im Rahmen der Wärmewende muss die Wärmeversorgung in allen anderen Häusern mit Nahwärmenetzen sowie Wärmepumpen sicher gestellt werden.
Die Wärmewende hin zu nicht fossilen Energieformen ist aus Sicht des Bündnisses dringend geboten. Denn die Preise für Gas werden sich aller Voraussicht nach in den nächsten 10 Jahren vervielfachen. Mit der kommunalen Wärmeplanung, die im Herbst im Rat beschlossen wird, liegt nun eine Grundlage vor, damit Hausbesitzer:innen nun entscheiden können. Bisher sind allerdings Mieter:innen, die alleine die Modernisierungskosten und Verbrauchskosten zahlen müssen, wenig geschützt. In der konkreten Praxis sind bezahlbare Lösungen gesucht.
Im Rahmen der Veranstaltung wird über die städtischen Planung berichtet. Hartmut Conrad von den Stadtwerken Bochum informiert, wo in Bochum Fernwärmeleitungen verlegt werden sollen. Die Initiative für eine Bochumer Bürgerenergiegenossenschaft stellt ihre Ideen für Nahwärmenetze vor. Ergänzt wird der Abend durch die Darstellung der Herausforderungen für Mieter:innen und was für die Bezahlbarkeit passieren muss, durch das Bündnis „Wir wollen wohnen Bochum“. Insbesondere Kleinvermieter:innen dürften vor großen Herausforderungen stehen, die nötigen Investitionen zu stemmen. Diskutiert werden soll, wie eine Soziale Wärmewende dennoch gelingen kann.
Mittwoch, 24.6., 19 Uhr
Quartiershalle der KO-Fabrik (Stühmeierstraße 33)
Moderation Kai Rüsberg (freier Journalist)
Die Veranstaltung ist kostenlos.